Eine wundervolle Kritik zum Album "Wonderland" vom "Prog Critique" Magazin

Auf unseren letzten Kolumnen konnten aufmerksame Leser von Prog Critique die Musik von Chris Engels über sein musikalisches Projekt CEN-ProjekT entdecken. Nun, das ist noch nicht alles, Chris veröffentlicht auch andere Alben unter dem Namen Chris Angels. Vereinfacht gesagt und nach eigenen Angaben ist CEN-ProjekT das Vehikel für melodischen Prog, während Chris Angels an einem härteren Rock-Prog (im Heavy-Prog-Sinne) interessiert ist, was ich offensichtlich durch Hören verifizieren konnte !

Wie zu erwarten, ist das Album Wonderland unter anderem von den Schriften von Lewis Carroll, dem unsterblichen Autor von Alice im Wunderland, inspiriert. Was den weißen Hasen auf dem Albumcover betrifft, so frage ich mich bei näherer Betrachtung, ob er in diesem Meisterwerk des absurden Humors nicht die Rolle des Killerkaninchens von Caerbannog gespielt hat In Wahrheit werden Carrolls Texte nur für die letzten beiden Stücke verwendet, die anderen sind von verschiedenen Autoren entlehnt, die mehr oder weniger zeitgenössisch mit Carroll sind.

„I Come And Go“ gibt den Ton des Albums an: elektronischer Sound und Stimme, verspielter und melodischer Hardrock. Musik voller Energie und Enthusiasmus. Härter, aber ebenso melodisch, vertont „Life“ einen Text von Charlotte Brontë. Ein gut auf den Bass gehämmerter Rhythmus führt allmählich zu einer rhythmischen Ausschweifung, bei der Bass und E-Gitarre ein Duell unter der Schiedsgerichtsbarkeit der Orgel zu liefern scheinen.
Eine weitere der Brontë-Schwestern, Anne, sorgt mit dem Gedicht „The Reminiscence“ für eine (etwas) ruhigere Fahrt als die ersten beiden Tracks des Albums. "To A Lady Of Thirty" ist mit seinem schnellen und konstanten Bassmotiv eher im Groove, für ein Stück, das eindeutig mit Jazzrock flirtet. Hören Sie sich einfach die Harmonien und bestimmte Passagen auf der Orgel an und überzeugen Sie sich von der allgemeinen Atmosphäre. Auch „We’ll Go No More A Roving“ auf einen sehr kurzen Text von Lord Byron klingt sehr jazzig-rockig. Meine zwei Lieblingstracks!

Hier ist nun das kraftvolle "Winter Nights", eine Art Elektro-Pop, der mit 100 pro Stunde rauscht, bevor er (kurz nach 3') in einer düsteren Klanglandschaft auf Cembalotönen verklingt. Die Pause endet schnell, um in einem grandiosen Abschluss im Kansas-Stil erneut zu beginnen.

Bessies Lied für ihre Matilda-Jane-Puppe ("Bessie's Song To Her Doll") scheint sie nicht einzuschläfern. Darüber hinaus gibt Lewis Carroll in seinem Gedicht an, dass Matilda Jane taub, stumm und blind ist … was sie jedoch nicht daran hindert, geliebt zu werden. Man könnte also genauso gut den Bass sein melodisches Motiv wild entfalten lassen und den Raum mit den gesättigten Klängen der Orgel und der Gitarre füllen.

Mit einem Sound, der in der Tat muskulöser ist als die sehr floydischen Alben von CEN-ProjekT, kommt Wonderland (*) in Form eines schweren Prog / Neo-Prog im deutschen Stil Martigan oder Morphelia von hoher Qualität!


Ein Streaming aus Quebec von La Filière Progressive

Das neue Album "Break" ist raus!

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Chris Angels

Deutschland

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